Resonanzen

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Hadar Maoz – Eine Begegnung, die nachklingt

Manchmal begegnet man einem Menschen, dessen Ausstrahlung einen sofort berührt. So ging es mir 2025 bei der Eröffnung der Jüdischen Tage in Gera, als ich Hadar Maoz zum ersten Mal auf der Bühne erlebte.

Ihre Stimme, ihre Energie und ihre Bühnenpräsenz waren überwältigend. Doch es war nicht nur die Musik, die mich faszinierte. Es war die Selbstverständlichkeit, mit der sie Tradition und Moderne verbindet, die Freude, die sie ausstrahlt, und die Leichtigkeit, mit der sie ihr Publikum mitnimmt. An diesem Abend riss sie nicht nur mich mit – der ganze Saal schien ihrem Rhythmus zu folgen.

Nach dem Konzert fasste ich mir ein Herz und sprach sie an. Ganz unkompliziert, wie man es in Israel oft erlebt: offen, herzlich und ohne Berührungsängste. Aus einem kurzen Gespräch wurde ein längerer Austausch, aus einem Austausch wurden gemeinsame Ideen – und schließlich entstand eine Freundschaft.

Heute verbindet uns weit mehr als die Erinnerung an diesen ersten Abend. Wir stehen regelmäßig in Kontakt und planen bereits ihren nächsten Auftritt in Deutschland: 2027 soll Hadar Maoz in Annaberg-Buchholz zu erleben sein.

Für mich ist Hadar nicht nur eine außergewöhnliche Sängerin und vielseitige Musikerin. Sie ist ein Mensch, der Brücken baut – zwischen Kulturen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zwischen Menschen, die sich ohne ihre Musik vielleicht nie begegnet wären.

Manche Begegnungen enden mit dem letzten Applaus. Andere beginnen genau dort.

- Sally Ido